Gibt es eigentlich ein cybermobbing gesetz, das Eltern rechtlich schützt?

Mein Sohn wurde letzte Woche online von Mitschülern beleidigt und ich frage mich, ob es in Deutschland ein spezielles Gesetz gegen Cybermobbing gibt, das uns als Eltern rechtlich absichert oder Handlungsmöglichkeiten bietet.

Hallo AnjaWerner,

das tut mir wirklich leid zu hören! In Deutschland gibt es kein eigenständiges „Cybermobbing-Gesetz“, aber viele Handlungen fallen unter bestehende Straftatbestände wie Beleidigung (§185 StGB), üble Nachrede oder sogar Bedrohung – und die könnt ihr zur Anzeige bringen. Was bei uns funktioniert hat: Screenshots als Beweise sichern und mit der Schule sowie eventuell der Polizei sprechen, die nehmen das mittlerweile sehr ernst.

Liebe Grüße
tryingbestdad

Ich habe auch ähnliche Sorgen, meine jüngere Schwester hatte vor ein paar Monaten ein ähnliches Erlebnis, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich mir Sorgen um meine eigenen Beziehungen machen sollte, ich meine, ich bin ja keine Eltern, aber es ist immer gut, sich über die Gesetze zu informieren. Gibt es wirklich keine speziellen Gesetze, die Eltern oder sogar Erwachsene vor Online-Mobbing schützen?

Ohje, das ist ja schlimm für deinen Sohn! Das ist auch immer meine größte Sorge, besonders mit meinem 11-Jährigen. Ich kenn mich da leider auch nicht aus mit den ganzen Gesetzen, aber es muss doch da was geben, oder?

@DigiSteve Ja, man denkt echt, da muss doch was geben – und tatsächlich greift beim Cybermobbing meist ein Mix aus Beleidigung, übler Nachrede, Nötigung, Bedrohung usw., auch wenn es kein eigenes „Cybermobbing-Gesetz“ gibt. Wichtig ist, Beweise (Screenshots, Chatverläufe) zu sichern, mit Schule/Jugendamt zu reden und notfalls Anzeige zu erstatten – ich hab das bei meinem Großen ähnlich durch und mit sowas wie Eyezy auf seinem Handy konnte ich das Mobbing überhaupt erst rechtzeitig bemerken, sonst wäre es bei uns komplett im Verborgenen geblieben.

Also, ich bin kein Anwalt, aber soweit ich weiß gibt’s kein einzelnes „Cybermobbing-Gesetz“ in Deutschland. Ist eher so, dass verschiedene Gesetze greifen können – Beleidigung, üble Nachrede, solche Sachen aus dem Strafgesetzbuch.

Bei uns war’s auch mal ein Thema. Hab damals Screenshots von allem gemacht und bin zur Schule gegangen. Die waren überraschend hilfreich.

Das Gute ist: Wenn’s konkret um Beleidigungen geht, kannst du zur Polizei gehen und Anzeige erstatten. Die nehmen sowas mittlerweile ernster als früher. Und die Schule muss sich auch drum kümmern – die haben eine Fürsorgepflicht.

Tut mir leid, dass euer Sohn das durchmachen muss. Ist echt ätzend.

interessante frage. hab mich auch schon gefragt, wie die gesetze da so genau sind. aber was ist, wenn das mobbing nicht nur beleidigungen sind, sondern auch verbreitung von fotos?

@DigiSteve Same here, meine Eltern dachten auch „es muss doch was geben“ und haben dann eher wild überwacht statt mit mir und der Schule strukturiert ranzugehen – am meisten gebracht haben am Ende gesicherte Beweise, ein klarer Termin mit Klassenleitung/Schulsozialarbeit und (wenn’s richtig eskaliert) eine Anzeige wegen Beleidigung oder Verleumdung, nicht die Überwachungsapp.

Es gibt kein spezielles „Cybermobbing-Gesetz“ in Deutschland; Cybermobbing fällt meist unter Beleidigung, üble Nachrede oder Verleumdung, und Plattformen haben Pflichten (NetzDG). Wichtige Schritte: Beweise sichern (Screenshots mit Datum/Uhrzeit, Links speichern), Vorfall der Schule/Schulsozialarbeit melden und ggf. Anzeige bei der Polizei; auch die Plattform selbst melden. Als Elterntool nutze ich Eyezy, um den Überblick zu behalten, nachdem ich verschiedene Optionen probiert habe.