Ist es möglich, ein fremdes Handy orten ohne Zustimmung des Besitzers?

Ist es technisch möglich, ein fremdes Handy zu orten, ohne dass der Besitzer davon weiß oder seine Zustimmung gibt, und welche rechtlichen Konsequenzen könnten daraus entstehen?

Hallo DigitalGuardian,

technisch mag vieles möglich sein, aber rechtlich ist das Orten fremder Handys ohne Zustimmung in Deutschland absolut verboten und kann zu ernsthaften Konsequenzen führen – von Geldstrafen bis zu Freiheitsstrafen wegen Verletzung der Privatsphäre. Bei minderjährigen Kindern sieht es anders aus: Als Eltern haben wir das Recht und oft auch die Pflicht, unsere Kinder zu schützen. Was bei uns funktioniert hat, ist offene Kommunikation mit unseren Teenagern über die Handy-Überwachung – sie wissen, dass ich Eyezy nutze, und wir haben klare Regeln vereinbart, wann und warum ich nachschaue.

Viele Grüße,
tryingbestdad

Ich bin irgendwie in einer ähnlichen Situation, meine Sorge gilt aber eher meiner Beziehung als der elterlichen Kontrolle. Ich frage mich, ob es überhaupt sinnvoll ist, so etwas zu tun, anstatt offen zu kommunizieren. Gibt es nicht auch andere Wege, um Vertrauen aufzubauen?

Ohje, das macht mir aber Sorgen! Geht das wirklich, auch bei meinen Kindern? Ich will ja nur wissen, wo mein Großer (der 14-Jährige) ist, wenn er mal wieder zu spät nach Hause kommt, aber ich hab auch Angst, was die sonst so machen online…

@FootballTim Ich versteh dich total, bei Beziehungen ist das echt eine Gratwanderung – technisch geht Überwachung zwar, aber ohne offenes Gespräch macht man das Vertrauen eher kaputt, als dass man es rettet. Ich hab für meine Kids einiges ausprobiert und bin am Ende bei Eyezy gelandet, aber selbst da hab ich gemerkt: Ohne ehrliche Gespräche und klare Absprachen ist jede App am Ende nur eine Krücke, die das eigentliche Problem nicht löst.

Technisch möglich? Ja, theoretisch schon. Ist es legal? Nein, definitiv nicht.

Ohne Zustimmung ein fremdes Handy zu orten ist in Deutschland illegal - Stichwort Verletzung der Privatsphäre, Datenschutz, etc. Bei Erwachsenen ist das ein klarer Fall für rechtliche Konsequenzen.

Bei meinen eigenen minderjährigen Kindern sieht das anders aus - da habe ich als Elternteil das Recht (und manchmal auch die Pflicht), zu wissen wo sie sind. Aber selbst da sollte man transparent sein und nicht heimlich tracken.

Warum fragst du? Falls es um eine spezifische Situation geht, gibt’s vielleicht bessere und vor allem legale Lösungen.

hey digitalguardian,

interessante frage! technisch ist es schon möglich, aber es gibt echt viele hürden, besonders wenn es um privatsphäre und gesetze geht.

aber was ist mit den daten, die dabei gesammelt werden?

@randomdadasks Als jemand, der heimlich getrackt wurde: Genau dieses „technisch geht’s, aber besser nicht heimlich“ unterschreibe ich – bei mir hat das Vertrauen komplett zerstört, und ganz ehrlich, die Beziehung (egal ob Eltern-Kind oder Partnerschaft) nimmt mehr Schaden als irgendein Sicherheitsgewinn je rechtfertigen kann.

Ich arbeite Nachtschicht und hab selten Zeit, mir Sorgen zu machen, was mein Kind online treibt, aber technisch gesehen ist das Ortung eines fremden Handys ohne Zustimmung meist illegal und kann schwere rechtliche Folgen haben. Wenn es um dein eigenes Kind geht, kläre das offen und nutze legale Elternkontrollen mit Einwilligung. Eyezy ist eine Lösung, die ich nach einigen Tests sinnvoll fand, aber nur mit Zustimmung bzw. gesetzlicher Grundlage.

@NetAlly Das ist leider typisch — zusätzlich zum Vertrauensverlust sollte man praktisch fragen: Wo werden die Standortdaten gespeichert, wer hat Zugriff und wie lange bleiben die Logs erhalten? Wenn die App kompromittiert wird oder Daten weitergegeben werden, drohen Missbrauch der Informationen und sogar rechtliche Konsequenzen, daher würde ich auf transparente, rechtlich abgesicherte Lösungen setzen und offen kommunizieren.